Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemte für das Pferd

Alternative Heilmittel, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für Menschen boomen. Sie sollen Mangelzustände verhindern, uns leistungsfähiger machen und Krankheiten vom Hals halten oder einen sanften Ausgleich bewirken. Wer selbst davon überzeugt ist und seine Vierbeiner liebt, denkt früher oder später auch über Nahrungsergänzungsmittel für Tiere nach. Sind diese aber überhaupt sinnvoll und ungefährlich für die felligen Freunde? Und worauf ist bei Vitaminen, Bachblüten und Co. für Hund, Katze, Pferd und Maus überhaupt zu achten?


Vitamine für Tiere – Auf die Art kommt es an

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Auch wenn sie mit uns leben, gerne auf dem Bett schlafen und zu einem Happen vom Tisch nicht nein sagen – Tiere haben einen anderen Vitalstoffbedarf als Menschen. Abhängig von der Art können sie bestimmte Vitamine aus der (pflanzlichen) Nahrung nicht aufnehmen. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu verzehren gelten für den Menschen, aber nicht für Hund und Katze. Meerschweinchen, Kaninchen und Nager würden sich hingegen darüber freuen und benötigen die pflanzlichen Vitaminbomben auch.

Für die Gesundheit bei Tieren ist die erste und wichtigste Regel also eine artgerechte Fütterung.

Wer gesund und angepasst füttert, hochwertige Futtersorten verwendet und regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen durchführen lässt, ist also auf der sicheren Seite und kann auf zusätzliche Vitamine für Tiere in der Regel verzichten. Bei Krankheiten oder großen Belastungen sollte die Ernährung angepasst und eine eventuell notwendige zusätzliche Zufuhr in jedem Fall mit einem Tierarzt abgesprochen werden. Darüber hinaus kann aber auch mit dem entsprechenden Basiswissen zur Gesundheit bei Tieren beigetragen werden.

Vitamine für Pferde

Pferde haben, genauso wie wir Menschen, einen nicht zu unterschätzenden Vitaminbedarf, der täglich gedeckt werden sollte, um keine Mangelerscheinungen zu riskieren. Vorsicht ist allerdings auch hier geboten, was eine mögliche Überversorgung betrifft, die schwerwiegende Folgen haben kann. Im Normalfall nimmt das Pferd bei einer guten Versorgung und ausreichend Bewegung im Freien, alle Nährstoffe auf, bzw. stellt sie selber her.

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Neben den essenziellen Mineralstoffen und Vitaminen die Pferde benötigen, sollte bei der Ernährung außerdem auf die Zufuhr von folgenden Vitaminen geachtet werden:

  • Vitamin A: Wie beim Menschen, ist auch beim Pferd das Vitamin A in erster Linie für die Sehkraft essenziell. Ebenfalls profitieren Schleimhäute und Haut von diesem Nährstoff. Auch das Pferd kann dieses Vitamin nicht von alleine herstellen und benötigt daher ausreichend Beta-Karotin, das beispielsweise in Karotten, aber auch in Grünpflanzen vorkommt. In der Schleimhaut des Dünndarms wird es dann entsprechend umgewandelt. Da immer nur die nötige Menge produziert wird, kann es keine Überdosierung geben. Im Normalfall benötigt ein Pferd 500.00 IE (Internationale Einheiten).
  • B-Vitamine: Vitamin B1 ist für den Kohlehydratabbau, Vitamin B2 für den Stoffwechsel zuständig. Heu und Hafer in guter Qualität reichen im Normalfall aus, um das Pferd ausreichend zu versorgen. Eine Unterversorgung erkennst Du beispielsweise durch Futterunlust. Pferde, die körperlich sehr gefordert sind, können zusätzlich mit Bierhefe und Weizenkeimen gefüttert werden.
  • Vitamin C: Pferde können dieses Vitamin selbst bilden. Das kann durch Fütterung von Obst und Gemüse unterstützt werden. Vitamin C ist beispielsweise notwendig, um Infektionskrankheiten abzuwehren.
  • Vitamin D: Auch für Pferde ist Vitamin D essentiell. Vitamin D3 stellt der Körper durch eine Vorstufe des Vitamins, das über die UV-Strahlen auf der Haut aufgenommen wird, selbst her. Der Nährstoff ist wichtig, um Kalzium und Phosphat aus der Nahrung aufzunehmen und zur Bildung eines stabilen Skeletts. Ein normal gefüttertes Pferd, das ausreichend im Freien ist, sollte keinen Mangel aufweisen. Bei der Zufütterung von Vitamin D solltest Du darauf achten, keine Überversorgung zu bewirken, die für das Pferd schädlich sein könnte.
  • Vitamin E: Dieser Nährstoff ist für das Gewebe und die Muskulatur notwendig. Ein Pferd benötigt davon täglich etwa die Menge in Milligramm, die es in Kilogramm wiegt – also ein 600 Kilo schweres Pferd benötigt 600 mg Vitamin E täglich. Es findet sich ausreichend in frischem Heu. In den Wintermonaten, wenn das Heu schon länger lag, sollte über zusätzliches Mineralfutter nachgedacht werden.

Vitamine für Katzen

Eine Katze, die genüsslich eine Karotte knabbert – das ist eine seltsame Vorstellung. Zwar mögen einige Samtpfoten durchaus das eine oder andere Gemüse und als Ballaststofflieferant ist eine Zugabe davon im Futter sinnvoll, zur Vitaminversorgung trägt es bei Katzen aber wenig bei.

Das ist unproblematisch, denn einige der Vitalstoffe können Katzen selbst bilden und andere übernehmen sie aus ihrer tierischen Nahrung. Für die Mengen sollten sich Halter an der Nahrung freilaufender Katzen orientieren. Gerade bei Innereien, die ideale Vitaminlieferanten sind. Mäuse und Vögel haben durch ihre Größe deutlich geringere Mengen zu bieten – reichen den Stubentigern in der Regel aber aus.

  • Vitamin A: Das Augenvitamin können Menschen und Hunde aus dem Provitamin A, beispielsweise dem Beta Carotin aus Karotten, selbst herstellen. Katzen sind dazu nicht in der Lage, ihnen fehlt das entsprechende Enzym. Ein guter Lieferant hierfür ist rohe Geflügel- oder Rinderleber. Allerdings sollten Katzen diese nicht in größeren Mengen bekommen, da Vitamin A gespeichert werden kann und so das Risiko einer Überdosierung besteht. Kleine Mengen gekochte Leber oder Futtermittel mit Innereien sind zudem noch sicherer im Hinblick auf Parasiten.
  • B-Vitamine: Eigelb, Hefe, Fleisch und Innereien stecken voller B-Vitamine, die Katzen auch verwerten können. Fehlen diese Vitalstoffe in der Ernährung, machen sich Mangelzustände sehr schnell bemerkbar. Bewegungsstörungen, schuppige Haut und mattes Fell zeigen sich innerhalb weniger Wochen.
  • Vitamin C: Dieses bekannte Vitamin können Katzen selbst bilden, allerdings nur in vergleichsweise geringen Mengen. Im Verlauf des Katzenlebens nimmt die Produktion zusätzlich ab. Hier kann es also tatsächlich sinnvoll sein, den Senioren unter den Samtpfoten Vitamin C für Katzen zu geben. Allerdings nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt und in angepasster Dosierung.
  • Vitamin D: Wie Menschen, können Katzen Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Wenn der Tiger im Miniformat ein Sonnenbad nimmt, ist das also nicht nur entspannend und niedlich, sondern auch gesund. Freigänger und Katzen mit einem Zugang zum Balkon haben es natürlich leichter, genug Sonne zu tanken. Hinter Fensterglas kommt nicht mehr genug der Strahlung an. Reine Wohnungskatzen sollten für das Vitamin D-bildende Sonnen also ein Fenster gen Süden, Westen oder Osten erhalten, das mit einem Katzennetz gesichert ist.

Vitamin E: Getreide, Nüsse und Fisch sind gute Vitamin E Lieferanten. Katzenfutter mit Fisch oder gekochten Fisch zu geben, bringt also nicht nur Abwechslung auf den felinen Futterplan, es trägt auch zur Vitaminversorgung bei. Besonders wichtig ist das fischige Futter, wenn Katzen getreidefrei gefüttert werden. In den Mägen der Beutetiere würden sie zumindest gelegentlich vorverdaute Körner finden und hätten damit eine Vitamin E Quelle zur Verfügung.

Vitamine für Hunde

Die Vitaminversorgung von Hunden ist anteilig auch über Obst und Gemüse möglich und nötig. Neben dem gewohnten Futter dürfen und sollten auch frische Zutaten im Napf landen. Allerdings in kleinen Mengen, um keine Überversorgung zu riskieren. Beim Barfen wird ein 20-prozentiger Anteil an pflanzlichen Zutaten pro Mahlzeit empfohlen. In Trocken- und Nassfutter sind oftmals bereits Obst und Gemüse enthalten, in diesen Fällen darf es aber dennoch in kleinen Portionen zugesetzt werden. Bei purem Fleisch ist dieser Zusatz Pflicht.

  • Vitamin A: Sehkraft, Haut, Immunsystem – Vitamin A ist für Hunde aus denselben Gründen wichtig, aus denen es auch für Menschen essenziell ist. Der Vitalstoff kann aus Provitamin A gebildet werden, also beispielsweise aus Beta Carotin. Karotten, Melone, Spinat aber auch Leber, Milchprodukte, Eigelb und Fischöl sind gute Quellen.
  • B-Vitamine: Stoffwechsel, Nerven und Wachstum sind auf die Versorgung mit B-Vitaminen angewiesen. In Fleisch und Innereien sind diese in hohem Maße enthalten, ebenso aber in Hefe.
  • Vitamin C: Hunde können das bekannteste aller Vitamine selbst bilden. Ihre Versorgung kann aber durch Obst, Gemüse und Kräuter bereichert werden. Banane, Apfel, Beeren, Petersilie, Spinat, Rote Bete, Brokkoli – Obst sollte reif und roh sein, Kräuter können frisch verfüttert werden, das Gemüse wird am besten schonend gegart, also beispielsweise gedämpft.
  • Vitamin D: Bewegung unter der Sonne trägt auch hier zur Bildung und Versorgung bei. Spaziergänge und Sport im Freien oder einfach einmal Sonnen auf dem Balkon sind bereits Wohltaten für die Vitamin-D-Versorgung des Hundes. Fisch, Fischöl oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel können bei älteren und wenig aktiven Hunden sinnvoll sein, die sich nicht mehr so viel im Freien bewegen möchten oder empfindlich die Wärme in direkter Sonne reagieren.
  • Vitamin E: Öle und Getreide können die Versorgung mit dem Vitamin E bei Hunden sicherstellen. Hunde, die getreidefrei ernährt werden (müssen), sollten daher hin und wieder etwas Leinöl oder ein entsprechendes erhalten. Das ist wichtig, da das Vitamin E in tierischen Produkten nur in geringem Maß enthalten ist.

Vitamine für die Gesundheit bei Tieren: Wann sind sie sinnvoll?

Im Futter natürlich immer. Als Nahrungsergänzungsmittel mit höheren Dosen sind sie jedoch nur sehr selten wirklich von Nöten. Sinnvoll sind sie beispielsweise:

  • bei großen körperlichen Belastungen, wie Hundesport oder stark arbeitenden Pferden
  • bei Erkrankungen, die die Aufnahme von Vitalstoffen erschweren
  • in kräftezehrenden Phasen, beispielsweise in der Mauser oder Trächtigkeit
  • im Falle von Mangelerscheinungen, wie Veränderungen der Haut und des Fells oder einer erhöhten Infektanfälligkeit
  • für ältere Tiere, die nicht mehr gut fressen
  • in Wintermonaten, in denen das Frischfutter eventuell schon eine Weile liegt und sich die Nährstoffe verflüchtigt haben

Bei Veränderungen und Auffälligkeiten, wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, abrupten Änderungen des Verhaltens, Bewegungsstörungen oder auch ständigen Infekten und schlecht heilenden Wunden sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch vor dem Zusatz von Vitaminen für Tiere in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist – wie erwähnt – ein Tierarztbesuch erforderlich. Zudem ist bei der Dosierung Vorsicht angeraten, denn Überdosierungen können organische Schäden nach sich ziehen.

Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine für dein Pferd – Die wichtigsten Vitalstoffe

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