Giftpflanzen, Müsli, Brot, Zucker, Kräuter

Was Pferde auf keinen Fall fressen dürfen!

Ich möchte Euch eine kurz Übersicht geben, welche Gefahren auf der Weide und im Garten in Form von Giftpflanzen lauern können. Dies ist keine abschließende Aufzählung, ich habe mich ausschließlich auf die relevantesten und bei uns am häufig vorkommensten Giftpflanzen konzentriert. Weiterhin gehe ich kurz auf das Thema Zucker, Müsli, Brot etc. ein.

Um zu verstehen, was Pferde nicht fressen dürfen, muss man zunächst wissen, wie die Verdauung und die Nahrungsaufnahme bei Pferden generell funktioniert.

Pferde haben einen ziemlich langen Magen-Darm Bereich und sind von Natur aus darauf ausgelegt, bis zu 16 Stunden am Tag zu fressen. Die Nahrung sollte sich dabei zum größten Teil aus Rauhfasern (beispielsweise Heu) zusammen setzen. Pferde sind Steppentiere und darauf ist auch ihr Verdauungssystem ausgelegt. Sie haben einen relativ kleinen Magen und es wird viel Speichel benötigt, um das Futter zu befeuchten und vorzuverdauen.

Nun gibt es natürlich auch Dinge, die eher nicht in den Magen eines Pferde gelangen sollten, weil sie giftig sind oder zu anderen Problemen führen.

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Zu den Giftpflanzen, die durchaus auch schon einmal auf einer Weide wachsen können, gehören:

Das Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkreut auf weide Im Juni steht diese häufig vorkommende gelbe Pflanze in voller Blüte auf vielen Weiden. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen denn nicht nur auf der Wiese ist das Jakobskreuzkraut eine Gefahr – auch in Heu oder Heulage findet es sich manchmal wieder.

Es schädigt auch in kleinsten Mengen die Pferdeleber irreparabel und führt in höheren Dosen zum Tod. Dabei zeigt das Pferd Symptome wie Verstopfungen oder blutige Durchfälle, Angespanntheit, Schwitzen, schweren Atem und Krämpfe.

Der Buchsbaum

Buchsbaum im Garten

Er steht zur Zierde in vielen Gärten und Pferde haben manchmal wirklich ein Talent dafür, einfach in diese kleinen Bäumchen hinein zu beißen.

750 g führen allerdings zum Tod, denn Buchsbaum löst Koliken, Schwindel, Durchfall, Krämpfe und Lähmungen aus.

Der Fingerhut (Digitalis)

Fingerhut auf WeideAls Kind lernt man bereits, dass diese Pflanze genauso schön wie giftig ist. Das gilt auch für Pferde. Der enthaltene Pflanzenstoff Glykosid Digoxin ist dafür verantwortlich.Er löst Schweißausbrüche sowie Durchfälle aus und führt im schlimmsten Falle zum Herzstillstand.

Der Rhododendron

Rhododendron im GartenIn vielen Gärten ist er eine beliebte, buschig wachsende Pflanze, die für Pferde allerdings schlimme Folgen haben kann. Das enthaltene Gift heißt Andromedotoxin und löst Reizungen der Schleimhäute und Krämpfe des Zwerchfells aus.

Die Tollkirsche

TollkirscheDas Nachtschattengewächs ist für Pferde hochgradig gefährlich. Nur 180 g getrocknete Wurzel töten ein ausgewachsenes Tier binnen kürzester Zeit.

Natürlich gibt es außer den giftigen Pflanzen noch weitere Dinge, die nicht in ein Pferd gelangen sollten.

Achtung bei der jährlichen Weideöffnung im Frühling

Weideöffnung im FrühjahrEin sehr bekanntes Phänomen ist die Problematik rund um die jährliche Weideöffnung im Frühling. Wenn du deinem Pferd zu viel Gras auf einmal anbietest, wird es seiner Gier nicht mehr Herr und eine Kolik ist quasi unvermeidbar. Gras also erst einmal immer nur dosiert anbieten und langsam die Dosis steigern!

Gleiches gilt für Grasschnitt; wenn dieser verfüttert wird, gelangt er zu schnell in den Magen und löst dort im schlimmsten Falle eine Kolik aus.

Ein Maulkorb hilft als “Fressbremse” (wir empfehlen ein hochwertiges Modell):

Was tun wenn Du eine Vergiftung vermutest oder bemerkst?

Natürlich sofort den Tierarzt anrufen und ganz klar die Vermutung äußern. Spurensicherung kann auch einen guten Hinweis auf das mögliche Gift liefern. Wenn also bekannt ist, was das Pferd gefressen hat und du kennst die Pflanze nicht, solltest du etwas davon aufheben und dem Tierarzt zeigen.

Zucker als Leckerchen

Beliebtes Leckerchen: Zucker

Ein auch wenig optimales Leckerchen ist Zucker. Klar mögen Pferde Zucker (Menschen ja auch) aber gesund ist er eben nicht. Weder für die Zähne des Tieres, noch für den Verdauungstrakt. Die gesündere Alternative an der Stelle ist Obst. Aber auch hier bitte in Maßen statt in Massen denn sonst wird auch dieser gesunde Snack zum Problem. Obst enthält viel Fructose und auch das ist eine Zuckerart.

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Keine Angst braucht man hingegen vor Kräutern zu haben. Viele Anbieter hochwertiger Pferdefutter haben sich darauf spezialisiert, ganz bestimmte Mischungen zu verkaufen. Natürlich macht auch hier die Menge das Gift. Wer es zu gut meint, schadet seinem vierbeinigen Partner vielleicht eher, als das er ihm hilft.

Kerbl Delizia BioSweeties Bronchial 1kg / DE-ÖKO-006
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Augen auf beim Kauf eines Müslis

Zu einer vernünftigen Fütterung gehört nicht zwangsläufig Kraftfutter aber je nach Leistungsbedarf kann es durchaus Bestandteil sein. Auf dem Markt haben sich Müslis durchgesetzt, die Inhaltstoffe sollten jedoch genau beäugt werden denn es ist verlockend für die Hersteller, günstige Zutaten unterzumischen um Geld zu sparen. Zu diesen minderwertigen Zutaten gehört beispielsweise Melasse. Das ist eine Zuckerart, die als Abfallprodukt bei der Zuckerproduktion entsteht. Wie wir schon erörtert haben, ist Zucker aber nicht gut für Pferde und Melasse hat deshalb auch nichts im Futter verloren. Ähnliches gilt für Obstreste. Auch Sonnenblumenkernschalen und Reiskleie sind keine Dinge, die in einen Pferdemagen gehören.

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Kartoffelschalen, Brot etc.

Kraftfutter und MüsliEigentlich sollte es nicht erklärt werden müssen denn schon der normale Menschen- und Pferdeverstand sagt einem, dass bestimmte Dinge einfach nicht in ein Pferd gehören aber der Vollständigkeit halber dennoch: Kartoffelschalen sind kein Pferdefutter. Auch Gebäck mit milchigen oder gar fleischigen Inhalttstoffen sind tabu. Pferde sind Veganer!

Angeschimmeltes Brot darf ebenfalls nicht gefüttert werden – auch nicht getrocknet! Die Schimmelkulturen produzieren teilweise sehr gefährliche Gifte, welche auch im Nachgang noch schlimme Auswirkungen haben können.

Was Pferde nicht fressen dürfen? Giftpflanzen, Zucker & Co. – Das solltest Du unbedingt beachten!

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